Wie Wahrscheinlichkeitsrechnung mir half mich für Basketball zu entscheiden

Aktualisiert: Mai 19


Geboren und aufgewachsen in der Hansestadt Hamburg, war Basketball nicht sofort meine große Leidenschaft.

In der fußballdominanten Bundesrepublik verbringt nahezu jeder aufwachsende Junge eine gewiße Dauer auf dem Bolzplatz.

Sei es in der Schule oder in der Freizeit, kicken war für mich mein liebster Zeitvertreib.




Feuerwehrmann. Polizist. Arzt.


Wenn du einen Grundschüler fragst, was er später mal als Traumberuf ausüben möchte, sind dies meistens die Antworten.

Nicht für mich!

Mir war sehr früh bewusst, dass ich Profisportler werden möchte!

Im Alter von acht Jahren wollte ich den ersten Schritt meiner professionellen Karriere setzen.

Ich bat meinen Vater drum mich im Fußball- UND Basketballverein anzumelden.



Hä? Stopp!

Woher kommt plötzlich der Wunsch nach Basketball?


Basketball war in meiner Familie, seitdem ich denken kann allgegenwärtig.

Jedes Wochenende verbrachten meine Eltern und ich damit, die Spiele meines Bruders in der höchsten Spielklasse der türkischen Liga vor dem Fernseher zu verfolgen.

Das nicht einfach so.

Sondern mit einer Anspannung, als sei es das Endspiel einer Weltmeisterschaft.



Ich wollte schon immer so sein wie er!



Daher war es für mich selbstverständlich sowohl Fußball, als auch Basketball zu spielen.



Für meinen Vater nicht!


Auf die Frage “Baba, ich möchte Fußball und Basketball spielen”, antwortete mein Vater “Nein, Oğlum {türkisch, Subst. Bedeutet mein Sohn} ! Ich werde dich nur für EINEN Verein anmelden. Diesen Sport wirst du dann vollkonzentriert, mit all deiner Kraft und deinem Ehrgeiz durchziehen. Ich möchte nicht, dass du halbe Sachen machst.”

Für seine liebevolle Strenge und diesen Satz bin ich heute noch sehr dankbar.

Zwei Wochen hat der Kopf des damals achtjährigen Izi´s gedampft.

Zu der Zeit war die Entscheidung, die fallen wird, für mich endgültig und unwiderruflich.

Der ausschlaggebende Punkt für meine Entscheidung war


“Ich will Profisportler werden!”


*Achtung*


Sehr geehrte/r Leser/in,

Falls Sie selbstreflektierend genug sind um erkannt zu haben, dass Sie heroische und hollywoodreife Geschichten bevorzugen, ist hiermit der Blog für Sie zu Ende.

Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal.

Mit freundlichen Grüßen

Ismet Akpinar

Mein junges und ziemlich überfordertes Gehirn gelang auf seinen letzten Metern kurz vor der Verzweiflung noch eine Meisterleistung

Wahrscheinlichkeitsrechnung 101:

Hohes soziales Interesse am Fußball = geringe Wahrscheinlichkeit Profi zu werden

Geringes soziales Interesse am Basketball = hohe Wahrscheinlichkeit Profi zu werden

Mithilfe dieser banalen Rechnung habe ich die Entscheidung gefällt und somit meinen Weg für meine Karriere gepflastert.

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